Sandsteintour Sächsische Schweiz

Gipfel + Höhlen + Wandern im Elbsandsteingebirge
  • Klettern
  • Wandern
  • Boofen & Zelten
  • Angeln
  • Erinnerungen
  • Blog
  • Wintersport
  • Impressum
17 Nov 2009

Vom Habstein bis zum Pilz

13.06.2009 Daubaer Schweiz

KarstenSchon länger haben wir diesem Tag entgegen gefiebert. Er sollte 02:00 Uhr am „LIDL“-Parkplatz beginnen, und so war es auch. Auf der Fahrt zum Parkplatz gab es auch schon das erst Foto gegen 01:50 Uhr in Struppen-Siedlung. Leider wurde dieses vom Straßenrand geschossen und kostete 25€. Als ich am Parkplatz in Bad-Schandau ankam, war Karsten schon da und wartete ungeduldig. Nach dem Umpacken von seinen Kletterutensilien in meinen viel zu kleinen Corsa, konnten wir uns auf die Route konzentrieren. Ich sollte der Fahrer und Karsten der Kartenscout sein. Der nächste Halt ist der „Habstein“, der wohl noch im Dunkeln stehen wird. Eine Stunde später konnte man den „Habstein“ sehen. Nach dem Parken haben wir noch mal kontrolliert, ob auch wirklich alle Türen verschlossen sind, was auch der Fall war. Zügig stiegen wir die Treppen zur Aussicht hinauf. In der Dunkelheit überkletterte erst Karsten, danach ich, die Brüstung und querten in die Südwand. Am Einstieg des vom Mondschein beleuchteten Südweg angekommen, kam erst einmal der Rucksack vom Rücken. Karsten hatte noch ein wenig Bedenken den Gipfel zu klettern. Die Tatsache, dass wir einen brüchigen Weg in der Nacht klettern wollten, gefiel ihm nicht. Die Bedenken konnte ich ihm jedoch schnell austreiben und so zogen wir unsere Klettersachen an. Das Seil am Gurt befestigt, die Schuhe angezogen, die Stirnlampe auf den Kopf gesetzt und schon waren wir bereit für diese vielleicht erste Nachtbesteigung des „Habstein“. Ich drückte an meiner Stirnlampe, nichts passierte. Ein zweites Mal drückte ich, aber sie blieb aus. Mein Blick schweifte entsetzt zu Karsten, der gleich einen Spruch machte: „Anders kenne ich dich ja nicht, klettern wollen, aber nicht mal nach den Batterien schauen.“ Das hatten wir schon mal in der Sandhöhle durch, als wir unbedingt zum zweiten Buch, mit nur einer Lampe kletterten. Ich wollte schon ohne Lampe klettern, da sagte Karsten: „Nimm meine, ist besser, da mache ich den Weg lieber ohne.“ gesagt, getan. Es ging schnell Richtung Himmel am Ring vorbei zu einer Schlingenstelle. Beim Legen dieser Zackenschlinge ging ein Stück der Zacke krachend ins Tal hinunter. Ich hatte die Schlinge um die Zacke gelegt und getestet ob diese auch hält. Karsten fragte noch mal ob das eine gute Idee ist hier hoch zu klettern. Meine Antwort folgte noch in seinem Fragen in Form des weiter klettern und einem kurzen „Ja“ Ruf. Nachdem ich auf dem Gipfel angekommen war, holte ich Karsten nach, der auf dem Rücken den Rucksack mit der Abseilöse und Equipment für das Setzen der Öse trug. Freudig umarmen wir uns und sagen „Berg Heil mein alter Kamerad“. Wir schauen in den langsam heller werdenden Himmel und die umliegende Berglandschaft. Nun, bevor es zum Gipfelbuch ging, haben wir uns nach langem überlegen für einen Standort der Abseilöse entschieden.

PICT1834Die Abseilpiste soll direkt über den Südweg gehen, da das die sicherste Möglichkeit für eine Abseilöse ist. Das Installieren der Öse dauerte einige Zeit, sodass wir gegen 5:30 Uhr damit fertig waren. Karsten wollte unbedingt noch David zum Geburtstag gratulieren, also machten wir ein Foto von uns und der Burgmauer im Hintergrund. Kurze Zeit später wird sich wohl David über eine gelungene MMS gefreut haben.

Ich holte das Gipfelbuch und öffnete es mit Karsten gespannt. Da stand es, die letzte Eintragung war von uns und das im letzten Jahr. Wir lachten und konnten es kaum glauben das keiner mehr hier drauf war. Ein Spruch war auch schnell gefunden der wie folgt lautete: „Öse setzen das ist gut, denn zum Abseilen fehlt uns der Mut.“ Nun hatten wir die Aufgabe, die wir uns selber gestellt hatten, erfüllt ein sicheres zurückkommen vom „Habstein“ ermöglichen. Der Rückweg zum Auto erfolgte schon im hellen und das nächste Ziel war auch schon klar. …

Fortsetzung folgt….

Tags: Daubaer Schweiz, Habstein

This entry was posted on Dienstag, November 17th, 2009 at 22:54 and is filed under Erinnerungen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

One Response to “Vom Habstein bis zum Pilz”

  1. Outdoor News sagt:
    5. Dezember 2010 um 00:10

    Wirklich sehr Interessant, Danke für den Beitrag

Leave a Reply

Hier klicken, um die Antwort abzubrechen.

You must be logged in to post a comment.

« Nachruf Karsten Jilge
2.Quackensammlertreffen »
  • Kalender

    November 2009
    M D M D F S S
    « Okt   Feb »
     1
    2345678
    9101112131415
    16171819202122
    23242526272829
    30  
  • Kategorien

    • Erinnerungen (2)
    • Klettern (4)
    • Wandern (1)
  • letzte Artikel

    • Winterbergwanderung
    • Geschützt: 2.Quackensammlertreffen
    • Vom Habstein bis zum Pilz
    • Geschützt: Nachruf Karsten Jilge
    • Karsten-Jilge-Gedenkweg
  • Suchen

  • Links

    • East Adventure
    • iTanum Internetlösungen und Suchmaschinenoptimierung
    • Sächsische Schweiz
    • WebMail
  • Schlagwörter

    böhmische schweiz cz Daubaer Schweiz doksy Gedenkweg gipfel Habstein hrensko Klettern kummergebirge Quacken quargelstein tschechien


Sandsteintour Sächsische Schweiz rennt mit Worpress, Design: Jonk iTanum Webdesign Einträge RSS Kommentare RSS. . 48218